Los ging es also am 19.09.2008 um 6.00h morgens in STR mit D-AHFA (Tuifly 737-800) auf der Startbahn 07. Die Flugzeit war mit 4:30h angekündigt, was für die Kanaren ab STR schon recht lange ist.

Der Service und das warme Frühstück war exakt das, was Paddyfly in seinem Gran Canaria Bericht ebenfalls schon gezeigt hat. Getränke gab es auf dem Flug 2 mal. Zwischendurch gab es dann einige Turbulenzen, was den Piloten dazu veranlasste, eine andere Flughöhe zu wählen, wo wir noch stärkeren Gegenwind hatten und sich unsere Flugzeit somit auf 5:00h erhöhen sollte. Ich bin die Strecke auf die Kanaren schon einige male geflogen, aber so eine lange Flugzeit habe ich bisher noch nicht erlebt.


Das Wetter war auch alles andere als gut, sehr windig und regnerisch und entgegen der sonst üblichen Landerichtung wurde an diesem Tag in LPA auf der Bahn 21 gelandet.

Eine von 2 DC-7, die auf Gran Canaria stehen:

Nach der Ankunft erfuhren wir von der TUI-Reiseleitung auch in welches Hotel wir kommen sollten: RIU Grand Palace Maspalomas Oasis, ein 5-Sterne Hotel, in welchem auch Tuifly ihre Crews unterbringt. Das Hotel kann ich uneingeschränkt empfehlen, ich habe noch nie einen solchen guten, zuvorkommenden, aufmerksamen und freundlichen Service erlebt wie dort.


Nun zum Traffic in LPA: leider machen sich die Pleite von Futura und die Nebensaison deutlich bemerkbar und der Traffic bestand hauptsächlich aus den auf den Kanaren und Spanien ansässigen Airlines durchmischt von einigen Ferienchartern und natürlich dem militärischen Flugverkehr. Der Flughafen von Las Palmas hat eine große Airbase, wo einige F-18 Kampfjets sowie militärische Transportmaschinen stationiert sind. Hier lasse ich einfach mal ein paar Bilder für sich sprechen:










Cabo Verde Airlines aus Praia auf den Kapverdischen Inseln, die ca. 2 Flugstunden von den Kanaren entfernt liegen:












Abends kommt bei Iberia auf der Strecke aus Madrid häufiger ein A340 zum Einsatz:



















Die Insel hat auch einiges zu bieten, besonders toll ist natürlich der Dünenstrand von Maspalomas.



Der Hauptferienort Playa del Inglés mit zahlreichen Bettenburgen:


Neben Strand und Meer lohnt natürlich auch ein Ausflug ins bergige Hinterland von Gran Canaria, wobei ich sagen muss, dass mir hier Teneriffa oder Lanzarote weitaus besser gefallen haben.


Blick zur nächsten Insel Teneriffa, der Teide ist leicht zu erkennen:


Die Hauptstadt Las Palmas:

Im Hafen wartete die AIDA gerade auf neue Passagiere:

Am 25.09. sollte dann ein Tagesausflug mit der Fluggesellschaft Binter Canarias nach Lanzarote zum Spotten anstehen.


Der Donnerstag ist auf Lanzarote der verkehrsreichste Tag der Woche, wo viele Maschinen aus England auf der Insel landen. Die Airline Binter Canarias verbindet mehrmals täglich sämtliche kanarische Inseln miteinander. Allein die Strecke Gran Canaria – Lanzarote wird am Tag 16 mal bedient. Unsere Maschine war EC-KRY, ein relativ neuer ATR 72-500 operated by Naysa.



Die Flugzeit nach Lanzarote beträgt 45min. Ausser Tageszeitungen gab es an Bord keinen Service. Der Flug erinnerte mich eher an eine Busreise, während des gesamten Fluges lief an Bord laut Musik und der Flug über den Atlantik war relativ wackelig.

Leider kann ich nicht mit einem besseren Bild der Kabine dienen, da das Fotografieren nur zum Fenster hinaus erlaubt war, aber auch das sorgte bei einigen Passagieren für Unruhe (vielleicht hatten einige noch der Madrid-Absturz im Kopf) – weshalb dann gleich die Stewardess gerufen wurde, um diese darauf aufmerksam zu machen, dass ich hier fotografiere. Nach einem kurzen Wortwechsel war die Situation aber geklärt und ich durfte weiter fotografieren. Überrascht war ich, wie leise dieser ATR doch ist. In der Kabine ist es kaum lauter als in einem Jet.
Landeanflug auf Lanzarote vorbei an dem berühmten Spotter-Hotel Beatriz Playa, welches dem Flughafen am nächsten gelegen ist:

Leider war an diesem Tag das Wetter nicht gerade das Beste, was sehr schade für Lanzarote war, da dieser Flughafen einfach nur tolle Fotomöglichkeiten bietet. Im Nachhinein kamen wir aber noch glimpflich davon. Während es auf Lanzarote hin und wieder leicht regnete, wüteten auf Gran Canaria Unwetter mit starkem Regen und Sturm und es gab Überschwemmungen, dass sogar Strassen gesperrt werden mussten.
Aber alles hat auch seine Vorteile, denn durch die Wetterlage war auf Lanzarote ab Nachmittag die Bahn 21 für Landungen und Starts in Betrieb, wodurch sich mal ganz andere Motive ergeben, als das was man sonst so von Lanzarote sieht. Aber Lanzarote ist nach wie vor einer der schönsten Airports in Europa und mein 2. Besuch dort, war sicherlich nicht mein letzter.













Der Rückflug gestaltete sich sehr turbulent, da das Wetter auf Gran Canaria immer noch sehr regnerisch und windig war. Ein ständiges auf und ab, ich war froh, als wir endlich wieder in LPA gelandet sind. Was wirklich interessant war mit anzusehen: während bei uns in Deutschland spätestens bei Stillstand der Maschine alles in den Gängen steht und sein Gepäck aus den Fächern rausholt, blieben die Passagiere sowohl beim Hin- als auch beim Rückflug alle brav angeschnallt sitzen, bis wirklich die Anschallzeichen ausgeschaltet worden sind und die Flugbegleiterinnen aufgestanden sind.
Irgendwann geht es auch mal wieder nach Hause, der Rückflug nach STR sollte mit einem A320 der Condor stattfinden. Nach dem Einchecken ist es noch möglich von der Besucherterrasse, bzw. aus dem Terminal ein paar Bilder zu machen. Vormittags kam die Spain Air Force 707 rein und wir hofften natürlich, dass diese bis zu unserem Abflug noch raus gehen sollte und wir hatten Glück.


Seit der Pleite von Futura steht auf dem Vorfeld die bunt bemalte 737 von Futura EC-INQ, welche im Auftrag für Binter Canarias unterwegs war. Während die Maschine am Vortag noch die spanische Registrierung trug, war sie am Tag unserer Abreise plötzlich umregistriert worden und trug nun N483JC.

Am 27.09.2009 wurde die Maschine nach Amsterdam überführt und 1 Tag später nach Southend wo sie jetzt wohl steht.
Überpünktlich kam unsere D-AICG aus STR auf LPA an und nun stand ein 4-stündiger Flug nach STR an.

Start auf der Bahn 21:

Nochmals Blick auf den Airport:

Meistens ist so ein 4h-Flug eine recht langweilige Angelegenheit, nicht so dieser Flug – die mitreisenden Passagiere sorgten an Bord für Erheiterung mit ihren Gesprächsthemen. Als nach dem Essen Langeweile in der Kabine aufkam, war der Unterhaltungswert auf dem Höhepunkt angekommen, hier ein kleiner Auszug:
Pax A (weiblich) zu Pax B (männlich): „Der Kapitän hat sich ja noch gar nicht gemeldet“ (Anmerkung: die Co-Pilotin hat sich 10 min. zuvor mit Infos zum Flug gemeldet)
Pax B: „stimmt, der hat sich noch gar nicht vorgestellt – vielleicht gibt’s gar keinen – hahaha“
Pax A: „und auf dem Hinflug hatten wir so einen Netten, der hat so viel erzählt.“
Pax B: „Ich frag da mal nach, ob es überhaupt einen gibt.“
Wenige Minuten später als die Flugbegleiterin vorbei kam: „Sagen Sie mal, habt Ihr überhaupt einen Kapitän an Bord, der hat sich ja noch gar nicht vorgestellt.“
Flugbegleiterin: „Aber sicher, ganz am Anfang hat er Sie begrüsst und unsere Co-Pilotin hat sich doch auch vor einigen Minuten gemeldet, sie fliegt die Maschine auch auf diesem Flug.“
Pax B (als Flugbegleiterin wieder weg war zu Pax A): „Aha, eine Frau… hmmm… das find ich ja nicht gut. Vor 20 Jahren hätte es so was auch noch nicht gegeben.“
Pax A: „Also ich finde das auch überhaupt nicht gut – eine Frau im Cockpit – die hat ja gar nicht so viel Kraft wie ein Mann um das Flugzeug zu fliegen – hoffentlich stürzen wir nicht ab.“
Trotz Frau im Cockpit
Das soll mein Reisebericht von den kanarischen Inseln gewesen sein, ich hoffe, die Bilder und der Bericht haben Euch gefallen.







