am 28ten Juni waren wir wieder mal mit dem Freundeskreis Luftwaffe zu Gast auf der Basis Zell des Jagdgeschwaders 74 in Neuburg.

In der dazu gehörigen Wilhelm Frankl Kaserne befinden sich zwei Exponate aus den Anfängen des Geschwaders, die Militärhistorische Sammlung zum Standort Neuburg, und hier fand auch die Begrüßung und der Vortrag zum Geschwader statt.

Das Geschwader war nicht komplett vor Ort, da acht Maschinen nach Alaska zur Red Flag verlegt waren.
Des weiteren hatten wir Glück, denn eine Woche vorher wurde ein neuer Belag auf die Runway aufgebracht.
Da uns nicht über den gesamten Zeitraum ein Bus zur Verfügung stand (Kaserne und Fliegerhorst sind getrennt), wurde die Fliegerhorst Feuerwehr gegen die Militärhistorische Sammlung ausgetauscht.

Hier befinden sich Modelle von Flugzeugen, mit denen den militärischen Entscheidungsträger neue Muster vorgestellt wurden. Die Modelle sind Originale aus der damaligen Zeit. Oben eine Albatros B.II und unten eine Fokker E-III.

Des weiteren befinden sich zwischen historischen Fotos und Dokumente auch eine Sammlung vom Bordkanonen unterschiedlicher Hersteller und Muster im Raum.


Auf der Basis Zell ist in einer zurzeit nicht benötigten Werft das Museum des JG 74 untergebracht. Hier steht eine Sammlung aller bisheriger Einsatzmuster und diverser Fundstücke die nach dem 2.Weltkrieg dort gefunden wurden, so wie dieser DB 601, der unter anderem in der Messerschmitt Bf- 109 zum Einsatz kam.

Angefangen hat es beim JG 74 mit der F-86K Sabre.

Nach ca. 5 Jahren wurde dann ein neues Muster eingeführt, die Lockheed F-104 „Starfighter“, mit der der Wunsch nach einem Überschalljäger Rechnung getragen wurde.

Eine Cockpitsektion der F-104 – viel Platz gibt’s nicht.

Die Bordkanone der F-104,eine sechsläufige 20-mm-Gatling-Maschinenkanone General Electric T171 (M61) Vulcan

Nach 10 Jahren im Einsatzverband wurde die F-104 von der „Übergangslösung“ McDonnell F-4F Phantom II abgelöst. Bei jeder Umstellung auf ein neues Muster wurden beide für eine Zeit lang parallel betrieben.

Das Cockpit der F-4F bietet deutlich mehr Platz.

Der Autor in dem Mach 2 Leitstand einer F-4F

Die Übergangslösung F-4 zog sich dann fast 35 Jahre bis ins Jahr 2008, wobei sie beim JG 71 noch andauert.
Seit 2006 wurde schrittweise der Eurofighter Typhoon in den Verband eingeführt, so dass das JG 74 das erste Eurofighter-Einsatzgeschwader der Luftwaffe war.
Start der QRA-Rotte zu einem Routineflug.


Im Rahmen der neuen Strukturen der Luftwaffe muss in Zukunft jeder alles können und das Geschwader bekommt neue Aufgaben, und mit „Taktisches Luftwaffengeschwader“ auch eine neue Bezeichnung im Jahr 2013.
Dank geht an alle, die diesen Besuch in Neuburg ermöglichten.




