Los ging es am 14.04.2012 um 6.20h ab Stuttgart mit LH127 nach Frankfurt.

Sonnenaufgang

Es war ein kurzer Flug nach FRA ohne jeglichen Service.
Landung auf der 07R – vorbei am neu gestalteten „Affenfelsen“:


Auf der Strecke Frankfurt – San Francisco setzt Lufthansa seit dem Sommerflugplan wieder den A380 ein. Man hört unterschiedliche Meinungen zum Lufthansa A380. Schlechter Service bei LH, viel zu eng, etc. Wie bei so vielen Dingen, bildet man sich am besten seine eigene Meinung. Denn auf meinen Turkish Airlines Flügen im November nach Johannesburg habe ich gemerkt, dass auch bei anderen Airlines nicht immer alles Gold ist, was glänzt.
516 Sitzplätze hat der A380 – dennoch war der Wartebereich vor dem Gate nicht überfüllt:


Anleitung zum richtigen boarden:

Etwa 50 Minuten vor Abflug begann das Boarding – jeder Passagier scannt seine Bordkarte selber:

Die Kabine machte einen schönen und sauberen Eindruck, auch die Begrüßung der gesamten Crew war sehr freundlich – man fühlte sich an Bord willkommen.

Wir saßen ein Reihe 80 – mit schönem Blick auf die riesige Tragfläche des „Megaataris“

Über die Kamera kann man verfolgen, was draußen so vor sich geht:

Auf dem Weg zur 07 passierten wir den Dreamliner von ANA

Gleich geht´s los - bevor wir auf die 07C aufrollen konnten, durfte noch ein anderer LH A380 landen.

Takeoff

Ich muss sagen, das Gefühl an Bord des A380 ist wirklich sehr angenehm, sehr leise und der A380 liegt ruhig in der Luft. Ich war wirklich begeistert.
Der Sitzabstand ist in Ordnung, so dass sich Langstreckenflüge und auch Nachtflüge recht gut aushalten lassen.
Einziger Kritikpunkt sind die Fenster – welche irgendwie doppelt verglast sind, so dass man nicht immer entsprechend gut fotografieren kann.
Nach dem Start gab es den üblichen LH-Service mit Getränken, was zu Knabbern sowie heißen Tüchern. Anschließend wurde dann eine warme Mahlzeit serviert, die Auswahl bestand zwischen „Spaghetti“ und „Chicken Japanese Style“ – ich habe mich für letzteres entschieden:

Nachdem das Essen abgeräumt wurde, haben wir irgendwann Grönland erreicht und man konnte sich etwas die Zeit mit tollen Ausblicken auf die Gletscherlandschaft vertreiben:




Unsere Flugroute verlief sehr weit nördlich.

Bis auf ein paar einzelne Plätze war die Maschine komplett belegt. Die komplette Economy Class ist im Main Deck untergebracht (420 Sitze), aber die Kabine ist immer wieder durch Toiletten oder Bordküchen abgeteilt, so dass niemals der Eindruck von einem Massentransportmittel, was der Megaatari eigentlich ist, entsteht.


Ganz hinten in der Maschine führt dann eine Treppe nach oben ins Upper Deck, wo sich die Business und First Class befinden.

Etwa 1 Stunde vor der Landung gab es nochmals eine warme Mahlzeit und dann erfolgte auch schon nach ca. 11 ½ Stunden Flug der Landeanflug auf San Francisco.

Nach der Landung ermöglichte uns die nette Crew noch einen Besuch in der Business und First Class im Upper Deck:



Unsere Maschine D-AIMH in SFO:

Ich würde den Lufthansa A380 jederzeit wieder fliegen und ich persönlich bin auch mit dem Lufthansa Service zufrieden. Die Crew ist freundlich und professionell und der Zustand der Kabine ist sauber und gepflegt.
Nach der Landung erfolgte erstmal die Einreise, so lange sind wir glaub noch nie angestanden, denn kurz vor und nach uns sind einige Maschinen aus Asien gelandet. Aber nach ca. 2 Stunden Schlange stehen haben wir das endlich geschafft und konnten unser Gepäck und den Mietwagen in Empfang nehmen.
Da man in San Francisco nicht sonderlich gut Spotten kann (was uns aber schon vorher bekannt war), stand für uns in den nächsten Tagen in erster Linie Sightseeing an.
Natürlich darf ein Besuch der Golden Gate Bridge nicht fehlen und wir hatten Glück mit dem Wetter, denn häufig befindet sich dieser Bereich im Nebel:




Blick auf Alcatraz von der Küste aus:

Für den nächsten Tag hatten wir bereits von daheim aus einen Ausflug nach Alcatraz gebucht, da diese Touren meistens schon mehrere Tage im Voraus ausgebucht sind. Wir haben uns gleich für die erste Tour des Tages entschieden, da dies den Vorteil hat, dass vor einem noch keine anderen Besucher auf der Insel sind und man so mehr Ruhe und mehr Möglichkeiten zum Fotografieren hat.
Für die Überfahrt ist man an eine feste Abfahrtzeit gebunden, aber kann dann so lange wie man möchte auf der Insel bleiben. Die Schiffe fahren dann im 30 Minuten Takt zurück.

Alcatraz diente von 1934 bis 1963 als Hochsicherheitsgefängnis. Auf Grund des kalten Wassers und der starken Strömungen des Pazifiks erschien eine Flucht unmöglich.



Der Zellentrakt kann besichtigt werden und in Form einer Audio Tour erfährt man einiges Wissenswerte über die ehemalige Gefängnisinsel und die Geschichten, welche sich dort abgespielt haben.
Ein paar Impressionen vom Gefängnis:







Gefängnishof

Deutlich zu erkennen, wie nah die Stadt ist – und für die Gefangenen doch so unerreichbar weit entfernt:

Wer findet den Fehler auf diesem Bild?

Die Waterfront mit Fisherman´s Wharf ist natürlich sehr touristisch geprägt:




Früher gab es einmal über 1500 Seelöwen, bis diese im November 2009 plötzlich verschwunden sind. Einige haben sich aber wieder angesiedelt:


In San Francisco verkehren einige historische Straßenbahnen:




Eine weitere Attraktion in San Francisco ist China Town:

Das typische amerikanische Straßenbild vermischt sichallmählich mit der Leuchtreklame chinesischer Geschäfte…

… und plötzlich befindet man sich in einer komplett anderen Welt:






Wenn man in San Francisco ist, gehört natürlich eine Fahrt mit den dort verkehrenden Cable Cars dazu.
Heute verkehren noch insgesamt drei Linien, hauptsächlich auf Strecken mit starken Steigungen. Besondere Beliebtheit haben die Cable Cars bei den Touristen, werden aber auch von Einheimischen genutzt. Die verschiedenen Wagen tragen alle unterschiedliche Bemalungen aus den verschiedenen Epochen der Cable Cars. Die Wagen werden an dauerhaft, rundlaufenden Drahtseilen gezogen, bei einem Stop klinken die Fahrer den Wagen aus und hängen diesen zur Weiterfahrt wieder ein.






Die kurvenreichste Straße der Welt:




Natürlich geht es nicht ganz ohne Spotten und so sind wir jeden Tag für ein paar Stunden an den Flughafen. Es gibt verschiedene Positionen, z.B. kann man aus dem Air Train einige Bilder der parkenden Maschinen machen:





Allerdings geht das nur während der Zug fährt und es wackelt ziemlich stark, so dass man da nur wenige brauchbare Bilder hinbekommt. Ist also weniger als „Spottingposition“ zu empfehlen.
Es gibt abends eine sehr schöne Position am Meer, wo man Landungen aufnehmen kann. Allerdings ist das Problem, dass man viel zu weit weg ist. Somit kann man eigentlich alle mittelgroßen Maschinen schon mal vergessen und wenn überhaupt nur Heavies fotogafieren. Um diese bildfüllend zu fotografieren bräuchte man mind. Ein 600mm Objektiv. Zudem hat man mit sehr starkem Hitzeflimmern zu kämpfen, was die Sache zusätzlich erschwert. Dennoch möchte ich ein paar Bilder zeigen, denn vom Motiv her finde ich die Position wirklich sehr schön:










An der Morgenposition ist man etwas näher dran, hat aber sofort auch wieder mit Hitzeflimmern zu kämpfen:




Auf der anderen Seite der San Francisco Bay liegt die Stadt Oakland, an derem Flughafen es ein kleines Museum gibt. Neben einigen kleineren Propellermaschinen, einer MIG 15 und verschiedenen Flugzeugen der US Air Force und US Navy, ist dort eines von zwei verbliebenen Short S45 Solent Flugbooten beheimatet. Die andere noch exsitierende Maschine dieses Typs ist übrigens in Auckland, Neuseeland ausgestellt. Insgeamt wurden nur 16 Maschinen dieses Typs gebaut





Nach 3 Tagen San Francisco ging es dann weiter nach Phoenix/Arizona. Dazu dann mehr im nächsten Teil. Ich hoffe, der Bericht aus San Francisco hat Euch gefallen.




